Industrie 4.0 und „smart factory“ in der Praxis - 04/2016

Industrie 4.0

Industrie 4.0 live erleben – dank der Hannover Messe kein Problem. Unzählige Anwendungsbeispiele für die Digitalisierung in der Produktion wurden hier präsentiert. Und es ist nicht zu übersehen, der Trend der Kommerzialisierung innovativer Technologien ist unaufhaltsam.
 
Anlässlich dessen bekam eine Gruppe von Geschäftsträgern  aus Südkorea die Möglichkeit, im Rahmen der Messe, einen Kurztrip nach Leipzig zu unternehmen. Dieser wurde von der Invest Region Leipzig GmbH, einer Gesellschaft der Stadt Leipzig, der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig sowie der Landkreise Nordsachsen und Leipzig initiiert und organisiert. 

Industrie 4.0 Praxis
Industrie 4.0 Korea

Primär sollte die Delegation einen Einblick in die Arbeitsweise einer sogenannten „smart factory“ erhalten. Dazu waren die Teilnehmer eingeladen, Leesys und die interne Arbeitsweise des Unternehmens besser kennenzulernen. Der Besuch stand somit ganz im Zeichen der Industrie 4.0. Besonders begeistert waren die Besucher von den „Yellow Cabs“ in der Fertigung bei Leesys.
 
Die meisten Mitglieder der Delegation stammten aus verschiedenen Provinzen in Südkorea. Mit auf der Agenda für den ganzen Tag stand natürlich auch Networking. Die Besucher bekamen die Möglichkeit, lokale Firmen aus dem Bereich smart factory und Automatisierung noch besser kennenzulernen, weiter in die Materie einzutauchen und natürlich auch die Region Leipzig näher kennen zu lernen.

 
Ziele der süd-koreanischen Besucher:

  • Vorstellung und Vermittlung der drei Freihandelszonen: East Coast, Busan Jinhae, Yellow Sea
  • Ansprechpartner zu finden und Kontakte bzw. Mittler zu lokalen, koreanischen Kooperationspartnern in den drei Regionen herzustellen
  • Vermittler von potentiellen Investitionsprojekten nach Deutschland

 
Die Delegation wurde begleitet von dem MOTIE (Ministry of Trade, Industry & Energy) sowie der KOTRA (Korean Trade and Investment Promotion Agency). Letztere ist mit Sitz in Hamburg zuständig für die Neuen Bundesländer. Darüber hinaus begleitete die Delegation ein chinesischer Autoteilehersteller mit erster deutschen Dependenz in München.

 
Was ist Industrie 4.0?

Im Allgemeinen geht es bei dem Begriff Industrie 4.0 um die Vernetzung von der realen mit der virtuellen Welt. Es wird auch als vierte industrielle Revolution bezeichnet. Dabei wird die Internettechnologie zur Kommunikation zwischen Mensch, Maschine und Produkt angewendet. Seit 2011 wird von Industrie 4.0 gesprochen.

 
Die Vernetzung der Maschinen und Produkte miteinander bringt bei der viele positive Aspekte mit sich. Beispielsweise können Aufträge in der Industrie 4.0 automatisch in der richtigen Reihenfolge ablaufen. Das alles findet statt in der sogenannten Smart Factory, in der sich Fertigungsanlagen und Logistiksysteme weitgehend ohne menschliches Zutun selbst organisieren. Produktionsprozesse können dort weiter optimiert und so effizient wie möglich gestaltet werden.