Die Leesys Innenraum-Deckenstation – 03/2018

Esslingen, 1. März 2018: Eine vierköpfige Familie stirbt auf Grund eines defekten Abgasrohres ihrer Gasheizung an Kohlenmonoxidvergiftung. Wenige Monate zuvor sterben sechs Teenager in einer Gartenhütte an einer Kohlenmonoxidvergiftung, weil sie ein Gasheizgebläse nicht ordnungsgemäß benutzt hatten.

 
Diese aktuellen Beispiele zeigen, dass eine Kohlenmonoxid (CO) Warnung auch in Deutschland sinnvoll ist und diese Todesfälle hätten vermieden werden können. Diese Geräte sind in Großbritannien und Irland Pflicht, Luxemburg erwägt ebenfalls, diese Geräte verpflichtend für jeden Haushalt einzuführen. In der Bundesrepublik gibt es derzeit nur eine Rauchmelderpflicht und auch diese ist für jedes Bundesland unterschiedlich geregelt. Neben der Nutzung von Gasheizungen sind auch Kamine eine potenzielle CO-Quelle. Der Verbau von Kaminen boomt in Deutschland, wird doch die wohlige Wärme sehr geschätzt.

 

Leesys Deckenstation

Leesys hat die Pressberichte über die Todesfälle als Anlass genommen, die Situation in Wohnräumen zu überdenken. Der in einem anderen Projekt für die Leesys-Tochter TeleAlarm verbaute Rauchmelder stellt die Basis für eine neue Alarmeinheit dar. Rund um den Rauchmelder von nur 40 mm Durchmesser hat Leesys eine neue Deckenstation entwickelt, die den Rauchmelder aufnimmt und weitere sinnvolle Sensorik enthält.

 
In einem Gehäuse, das die Größe vieler herkömmlicher Rauchmelder hat, befinden sich ein Kohlenmonoxidsensor, ein Schallsensor, ein Sensor für Temperatur und Luftfeuchtigkeit und drei Umgebungslichtsensoren. Die Funktion des CO-Sensors ist lebensrettend: Wird im Raum befindliches Kohlenmonoxid über einem Schwellwert erkannt, wird Alarm ausgelöst. Und auch der Rauch einer Zigarette erzeugt bereits Kohlenmonoxid! Der Schallsensor zeigt eine Präsenz von Personen an und gibt Rückmeldung über den gehörrichtig bewerteten Schalldruckpegel.

 
Die Temperatur in Wohnräumen wird im Allgemeinen mit Thermostaten eingestellt. Smarte Thermostate zeigen die eingestellte Temperatur an, die oft nicht mit dem tatsächlichen Wert übereinstimmt. Durch die Thermik in den Räumen sammelt sich die warme Luft nicht nur an der Decke, sondern sie wird relativ gleichmäßig im Raum verteilt. Mit der Messung in der Deckenstation erhält man somit einen genaueren Wert der Temperatur im Raum. Durch die Messung der Luftfeuchte wird ein weiterer Wert des Raumklimas abgebildet. Oft herrscht in Wohn- und Arbeitsräumen im Winter eine zu geringe Luftfeuchte. Eine Luftfeuchte unter 30 Prozent relativer Luftfeuchte führt gerade bei älteren Personen oft zu Atemwegsproblemen.

 
Mit den Umgebungslichtsensoren (engl. „ambient light“) erfasst die Leesys Deckenstation die Helligkeit im Raum. Im Gehäuse sind drei Sensoren verbaut und so angeordnet, dass nicht nur die hellste Stelle am Fenster erfasst wird, sondern auch die dunkelste Ecke eines Raums. Der Prozessor in der Deckenstation errechnet dann einen Mittelwert.

 
Für die TeleAlarm wird das Gerät eine reine Messstation sein, die im Alarmfall über das TeleAlarm eigene Protokoll zur Hausnotrufstation die Meldung weitergibt. Über ein weiteres Protokoll können dann die in anderen Zimmern verbauten Deckenstationen angesprochen werden. Durch die Vernetzung werden dann z.B. auch Personen im Schlafzimmer alarmiert, wenn im Wohnzimmer Alarm ausgelöst wird.

 
Richtig "smart" wird die Deckenstation jedoch erst, wenn sie Bestandteil eines Smart Home-Systems wird. Leesys wird die Deckenstation mit dem Z-Wave Protokoll ausstatten, dem am weitesten verbreiteten Smart Home Standard.

 
Mit den Umgebungslichtsensoren lassen sich sowohl Rollos als auch das Licht in den Zimmern steuern. Wenn das Licht in der Wohnung nur durch die Tageszeit gesteuert wird, hat man beispielsweise bei Gewitter das Problem, dass es im Zimmer dunkel ist. Mit Hilfe der Umgebungslichtsensoren kann in Räumen immer eine optimale Helligkeit gesteuert werden.

 
Der Wert der gemessenen Luftfeuchtigkeit kann dann zur Steuerung eines Luftbefeuchters dienen. Den ärztlich empfohlenen Wert von 40 bis 60 Prozent relativer Luftfeuchte steuert die Smart Home-Zentrale leicht.

 
Dass ein möglicher Rauch-, Feuer- oder CO-Alarm auf das Mobilgerät gemeldet wird, ist heute nahezu selbstverständlich. Die Sirene, die Personen im Haus vor dieser Gefahr warnt, kann auch als Schutz vor Einbrechern genutzt werden. Eingebunden in das Smart Home-System, welches das Öffnen von Türen oder Fenstern erkennt, kann über die Ansteuerung der Sirene so ein lauter Alarm ausgelöst werden, der es einem Einbrecher unmöglich macht, seiner kriminellen Tätigkeit weiter nachzugehen.

 
Leesys bietet gerne an, weitere Protokolle für die Innenraum-Deckenstation zu implementieren. Die zertifizierten Geräte für die TeleAlarm und die Geräte mit Z-Wave-Protokoll werden Ende des Jahres zur Verfügung stehen.