Investition in Lagerverwaltungs- und Materialflusssystem – 03/2019

Leesys misst als Hersteller elektronischer Systeme und Komponenten den Themen Prozesssicherheit und Qualität in der Intralogistik höchste Priorität bei. Um die Kunden termingerecht beliefern zu können, benötigen Hersteller Sicherheit bei der Materialversorgung und das rund um die Uhr an beinahe jedem Tag im Jahr. Ein 24 Stunden/7 Tage- Modus stellt entsprechend höchste Anforderungen an die logistische Planung und Steuerung.

 

Automatisches Hochregallager Leesys

In der Intralogistik verwendet Leesys ein modulares Lagerverwaltungs- und Materialflusssystem. In diesem System sind sämtliche logistische Prozesse der Intralogistik abgebildet.

 
Zum Einsatz kommen ein automatisches Kleinteile- und ein Palettenlager. Diese Läger haben eine Kapazität von 30.000 Behältern und 1.700 Paletten. Die Versorgung der Fertigung mit Material, der Abtransport von Fertigprodukten und die Entsorgung der Fertigung von Reststoffen erfolgt vollautomatisch mit Hilfe eines Fahrerlosen Transportsystems (FTS). Dieses ist in der Lage, am Tag 1.400 Behälter und 1.000 Paletten zu transportieren.

 
Das Lagerverwaltungs- und Materialflusssystem hat dabei die Aufgabe, alle physikalischen Warenbewegungen abzubilden, zu steuern und auszuführen. Dabei werden automatisch alle bestandsrelevanten Buchungen an das eingesetzte Enterprise- Resource- Planning (ERP) System übermittelt.

 
Bereits im Wareneingang werden wichtige Daten für den durchgängigen Traceability-Prozess gewonnen und an das Manufacturing Execution System (MES) System weitergegeben.

 
Um den gestiegenen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden und das Lagerverwaltungs- und Materialflusssystem zukunftssicher zu halten, wurde die gesamte technische Infrastruktur des Lagerverwaltungs- und Materialflusssystems einem großen Upgrade unterzogen. Dabei wurde die klassische Architektur aus geclusterten Servern verlassen. Das bedeutet, dass Datenbank- und Applikationsserver nicht mehr auf eigenen, physischen Servern installiert sind, sondern Teil einer modernen Virtualisierungsarchitektur der Leesys sind.

 
Diese Virtualisierungsarchitektur ist fehlertolerant, hochverfügbar und hyperkonvergent.  Die hyperkonvergente Infrastruktur „Unified Virtualisation Environment“ der Firma OSL deckt alle relevanten Virtualisierungsebenen (Server + Storage + Network) ab und treibt die Wandlung der IT-Infrastruktur bei Leesys hin zum softwaredefinierten Rechenzentrum weiter voran. Dies führt zu wesentlich mehr Flexibilität, geringeren Kosten und letztlich zu einer Erhöhung der betrieblichen IT-Effizienz und ist somit ein weiterer Schritt in den Aufbau einer anforderungsgerechten IT-Landschaft mit einer übersichtlichen Schnittstellengestaltung.